Usability

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Einleitung

TraiNex ist ein komplexes System. Es ist ein Campus-Management-System, also ein Verwaltungs-System, mit vielen Funktionen. TraiNex ist ein datenbankgestütztes und datengetriebenes System, welches Zusammenhänge zwischen Daten intelligent herstellen will im Sinne hochschulischer Prozesse. Bedeutsam sind dabei Verbindlichkeit der Information und Rechtsicherheit der Daten sowie Datenschutz und Datensicherheit. Nutzer sollen die Daten angezeigt bekommen, die für diesen Nutzer zu diesem Zeitpunkt relevant sind. Die Anzeige erfolgt dabei hochgradig nutzer- und zeitbasiert. Übersichtliche und vollständige Darstellung der für den Nutzer relevanten Daten ist das Ziel auf z.B. der Startseite.

Accessibility im Sinne der Zugänglichkeit, auch mit älteren Geräten oder mit sehr strikten Web-Browsern, steht dabei vor der Usability/Bedienfreundlichkeit. Gleichwohl soll das TraiNex unter Beachtung dieser grundsätzlichen Ausrichtung jeder der Anspruchsgruppen eine positive UserExperience/Nutzererlebnis bieten.

Wichtig ist uns, dass in TraiNex ein einheitliches Gestaltungskonzept, ein einheitliches Design und eine einheitliche Usability im Produkt verankert ist. TraiNex kann und will es NICHT jedem einzelnen Anwender recht machen. Jedoch wollen wir aus Sicht der verschiedenen Anwendergruppen eine gute UserExperience anstreben und im Sinne der Anwendergruppe denken:

1. Aus Sicht eines Studierenden, der schnell seine relevanten Infos abrufen können soll. Ein Studierender vergleicht uns nicht mit anderen Campus-Management-Systemen, sondern z.B. mit Facebook. Beispiel: Anke Müller, 22 Jahre, studiert Modedesign und will fix und mobil wissen „Wann ist meine nächste Vorlesung?“. Anke findet das TraiNex manchmal optisch langweilig und sagt aber auch: "Ohne TraiNex wäre mein Studium nicht machbar."

2. Aus Sicht einer Lehrkraft, die TraiNex für die Lehre nutzt und ab und zu auch Inhalte einstellt. Ein Dozierender vergleicht uns mit z.B. Moodle. Beispiel: Dr. Meier, 35 Jahre, lehrt fünf Stunden BWL pro Monat und will seinen Studierenden Folien zur Verfügung stellen. Die Folien sind klausurrelevant und er möchte nicht, dass andere Studiengruppen die Folien sehen.

3. Aus Sicht eines Verwaltungsmitarbeitenden, der den ganzen Tag mit TraiNex arbeitet und uns eher mit Excel vergleicht. Beispiel: Meike Schulz, 45 Jahre, Verwaltungs-Mitarbeiterin im Prüfungsamt, gibt täglich 100 Noten ein, prüft Atteste und terminiert Nachprüfungen und meint: „TraiNex muss schnell, rechtssicher und immer verfügbar sein.“

4. Aus Sicht eines Managers, der überblicksartig signalisiert bekommen möchte z.B. die Raumauslastung oder Zufriedenheit der Studierenden oder die Bewerberlage. Müller kennt kaum vergleichbare Systeme. Beispiel: Dr. Müller ist Dekan und konnte einen Rechtsstreit dank TraiNex schnell beilegen, in dem es um den Nachweis der Zustellung einer Mail ging. Müller findet kaum geeignetes Personal und weiß, dass TraiNex viele Verwaltungsakte wie Notenbekanntgabe oder Abschlussnoten weitgehend vorbereitet und seine Mitarbeitenden diese nur noch bestätigen müssen.

Allgemeine Ergonomie

Speziell soll TraiNex die Ergonomie-Regeln der Mensch-System-Interaktion beachten.


E1.Einheitlich (consistent)

Alle Seiten sollen ähnlich nach dem Gestaltungsraster aufgebaut sein, sollen ähnliches Wording verwenden und ähnlich reagieren.

E2.Der Aufgabe angemessen (suitable for the task)

Eine vom Nutzer gewünschte Aktion darf nicht zu schwer ausführbar sein. Eine einfache Aktion soll auch einfach ausführbar sein, z.B. wenn man ein Bild hochladen will. Eine komplexe Aktion darf auch mehr Aufmerksamkeit erfordern, z.B. wenn man eine Hausaufgabe definieren will. Der Aufwand für die Bedienung soll im Verhältnis zur Aufgabe stehen.

E3.Selbstbeschreibend (self-describing)

Dem Nutzer soll deutlich gemacht werden, wie er sein Ziel erreicht und was er im jeweiligen Schritt tun soll.

E4.Steuerbar (controllable)

Der Benutzer soll, soweit wie möglich, die Anwendung selber steuern. In z.B. rechts-kritischen Aktionen übernimmt TraiNex aber die Steuerung und unterbindet z.B. ein „Zurück“.

E5.Erwartungskonform (consistent to user expectations)

Der Nutzer hat gelernt, wie eine Web-Anwendung allgemein bzw. wie das TraiNex reagiert. Die Aktionen innerhalb des TraiNex sollen den Nutzer nicht überraschen. Es soll das ausgeführt werden, was der Nutzer erwartet. Z.B. beim Klick auf das Logo kommt man zur Startseite zurück oder beim Klick auf einen Namen öffnet sich ein Popup oder beim Klick auf Löschen wird man nochmal gefragt „Wirklich?“.

E6.Fehlertolerant (tolerant of errors)

Das TraiNex soll mit falschen Benutzereingaben umgehen können. Harte Fehlermeldungen mit kryptischem Code gilt es zu vermeiden.

a. Fehler, die automatisch korrigierbar sind, sollten durch das TraiNex korrigiert werden. Ggf. weist TraiNex nach einem Fehler auf den Fehler und die durchgenommene Korrektur hin. (Beispiel: Lehrkraft mailt ohne Betreff. TraiNex setzt „kein Betreff“ als Betreff ein und gibt Feedback: „Mail erfolgreich versendet. ‚Kein Betreff' wurde als Betreff eingesetzt. Bitte zukünftig auch einen eigenen Betreff nutzen.“

b. Fehler, die nicht automatisch korrigierbar sind, erläutert TraiNex, damit der Nutzer lernt, warum der Fehler auftrat und wie der Fehler zu korrigieren ist. (Beispiel: Nutzer versucht Programmcode hochzuladen. TraiNex unterbindet dies und gibt Feedback „Solche Dateien sind nicht erlaubt. Erlaubt sind nur...“)

c. Aufbau einer Fehlermeldung:

  • Abbruch signalisieren
  • Grund nennen
  • Lösung anbieten

Beispiel: „Aktion abgebrochen. Dateityp ist nicht erlaubt. Bitte zippen/packen vor einem Upload.“

d. Ort der Fehlermeldung/Warnmeldung: Das Feedback erscheint rechts über oder unter der Modulnavigation in einem sofort sichtbaren Bereich. Alternativ erscheint die Meldung in der Nähe der Aktion im Text auf der Seite, wo man versucht hat, die Aktion durchzuführen.

E7.Lernförderlich (promotes the system-understanding)

Das TraiNex soll den Nutzer dabei unterstützen, den Umgang mit dem TraiNex schrittweise zu erlernen. Beispiel: Tooltips werden, wenn möglich, dort verwendet, wo Hilfe benötigt wird. Neue Nutzer bekommen Zusatzhilfe-Texte. In der Regel ist auch ein direkter Link zum Wiki verfügbar.

Spezielle Regeln

Ganz konkret folgen wir folgenden Regeln.

S1. Jede Seite soll schnell laden, möglichst unter einer Sekunde und in jedem Browser ohne Zusatzsoftware angezeigt werden. Bei größeren Seiten, welche länger zum Laden benötigen, bekommt der User Feedback, welches ihm sagt, dass die Ladezeit länger braucht.

S2. Was wichtig ist, wird größer dargestellt. Was weniger wichtig ist oder selten genutzt wird, wird kleiner dargestellt. Dies gilt für Inhalte und für Links.

S3. Dinge, die zusammengehören, werden zusammengehörig und nahe beieinander dargestellt. Beispiel: In Tabellen wird ein Rahmen um die Dinge gesetzt, die zusammengehören.

S4. „Hicksches Gesetz“: Je mehr Möglichkeiten man dem Nutzer anbietet, desto schwieriger wird es für ihn, sich zu entscheiden. (TraiNex: Neben den normalen Optionen soll es Profi-Optionen geben, die kleiner dargestellt werden bzw. die zu-/aufklappbar sind. Beispiel: Nutzergruppen)

S5. Wenn eine Seite neu geladen wird, soll zum wichtigen Ziel gesprungen werden und der ggf. darunterliegende Rest soll nicht angezeigt werden (Studiengang/Noten/Datum eintragen). Nach Möglichkeit soll auf den wichtigsten Abschnitt fokussiert werden, welcher dann auch z.B. farblich oder fett markiert wird.

S6. Beim Sprung von einer Seite zur anderen soll automatisch das Ziel angezeigt werden. (Beispiel: Sprung zu Foren von Startseite)

S7. Nutzer sollen zu neuen Dingen geleitet werden. (Z.B. von der Startseite zur Forenübersicht, dann zum Forum und zum Artikel mit z.B. new Icon)

S8. Ja/Nein-Dialoge möglichst ohne Sprung und neues Laden der Seite, sondern besser direkt aufklappend wie ein Mini-Menü. (Beispiel: Doz/Einsatzplan/Termin löschen mit ja/nein-Menü)

S9. Es sollen nur allgemein bekannte Icons verwendet werden wie z.B. ein Mülleimer, der für das Löschen von etwas steht. Wir verwenden Icons nur sehr sparsam.

S10. Es soll immer Nutzerfeedback gegeben werden, wenn ein Nutzer etwas eingetragen/geändert/gelöscht hat. Auch bei einer erfolgreichen Aktion soll der Nutzer Feedback bekommen.

S11. Negatives Feedback soll in Rot dargestellt werden, während positives Feedback, falls möglich, in Grün dargestellt werden soll.

S12. Der User soll beim Absenden eines Formulars Feedback erhalten. So soll nach einem Klick auf einen Button dieser Button deaktiviert werden und neu beschriftet werden mit z.B. „Warten“ (Beispiel: Privat/pers. Archiv/Aktualisieren).

S13. Formulare: Vor einer Aktion eine Hilfe oder Zusatzhinweise in Tooltips legen, falls notwendig

S14. Links sollen, wenn nötig, mit Tooltips hinterlegt werden. Falls mehrere Links nebeneinander oder untereinander sind, sollen diese mit eckigen Klammern umrandet werden (Admin/Studiengruppen).

S15. Einheitliche Begriffe: Begriffe sollen einheitlich auf einer Seite und auch seitenübergreifend sein, z.B. Suchen nicht unterschiedlich (mal „Suchmaske“ und mal „Suchfilter“, mal „aufklappen“ und mal „aufmachen“).

S16. Die Anzahl eingebbarer Zeichen in Formular-Felder soll begrenzt werden. Z.B. darf der Vorname nicht mehr als 50 Zeichen beinhalten. (Code: maxlength)

Farben & Typografie

Bild1.png

F1. Der Rahmen und die Inhaltsfarbe sollten allgemein einmalig und unterschiedlich sein.

F2. Die Tab 1 und Tab 2 Farben sollten allgemein einmalig und unterschiedlich sein.

F3. Der Rahmen soll die dunkelste Farbe sein, etwas heller ist Tab 1 und noch heller ist Tab 2.

F4. Schriftfarbe und Linkfarbe sollten allgemein einmalig und unterschiedlich sein. Schriftart sollte eine serifenlose Systemschrift sein wie Arial.

F5. Die Farben werden einmalig für den Kunden vordefiniert.


Grundaufbau & Raster

Das verwendete Raster bildet die Grundlage für das Campus-Management-System TraiNex. Alles soll auf einer Seitenbreite von 1200px sichtbar sein. Die Höhe von G1 bzw. Breite von G2 kann angepasst werden.


TraiNex-Raster: Unterteilung vom Inhaltsframe 4 findet sich im Detail unten.

G1. Die Hauptnavigation ist immer oben und bei Auswahl immer in einer anderen Farbe hinterlegt.

G2. Die Nebennavigation ist immer links angeordnet und bei Bestätigung minimal mit Farbe hinterlegt.

G3. Die Fußzeile ist immer unten angeordnet, dort befindet sich in der linken Seite der Direktsprung, in der Mitte werden die zugeordneten Standorte angezeigt und rechts der Name von der angemeldeten Person.

G4. Hier befindet sich der Inhalt, der ein eigenes Aufteilungs-Raster hat (im unteren Bild).

Das Kundenlogo befindet sich immer oben links und kann standortabhängig sein.

Unterteilung von 4, dem Inhalt











G5. Navigations-Überschrift (Wo befinde ich mich?), Hilfe-Link zu dem Wiki. Und wenn möglich, ein Zurück-Link auf die logisch übergeordnete Seite.

G6. Oben-drüber-Überschrift falls notwendig, sollte sich über dem Inhalt und unter der Navigationsüberschrift befinden. Der Inhalt sollte sich linksbündig halten. Falls eine Tabelle angewendet wird, wird diese mit einer dunkleren Farbe (Tab 1 oder Rahmen) als Haupt-Überschrift angelegt. Weitere Tabellenzwischenüberschriften haben Tab 1. Innerhalb der Tabelle wird mit Tab 2/Inhalt-Farbe abgewechselt pro Zeile.

G7. Hier befinden sich die Warnhinweise und Fehlermeldungen.

G8. Die Modulnavigation, wenn gebraucht, befindet sich immer rechts neben dem Inhalt.

Letzte funktionale Änderungen

  • Dezember 2021: Verbesserung der Usability, insbesondere Einbau von suchbaren Select-Formularfeldern
  • Juni 2021: Bei Datei-Uploads im Archiv bzw. Pers. Archiv werden im Sinne besserer Usability bereits vor dem Upload die verwendeten Dateizeichen und -formate geprüft und ggf. beanstandet.
  • Dezember 2018: Usability-Regeln publiziert